Burnout-Prävention beginnt mit Grenzen. Erfahre, warum Frauen in der Lebensmitte lernen dürfen, sich selbst an erste Stelle zu setzen.

"Kannst du noch schnell...?"
"Du schaffst das doch immer so gut..."
"Nur dieses eine Mal..."
Wie oft hast du diese Sätze gehört? Und wie oft hast du Ja gesagt, obwohl alles in dir Nein geschrien hat?
Wenn du ehrlich bist: Fühlst du dich manchmal wie ein Akku, der nie ganz aufgeladen wird? Der immer gibt, aber nie bekommt?
Dann ist dieser Text für dich.
Studien zeigen, dass Frauen deutlich häufiger von Burnout betroffen sind als Männer. Der Grund liegt nicht darin, dass Frauen "schwächer" wären. Im Gegenteil. Es liegt daran, dass Frauen oft mehrere Rollen gleichzeitig tragen: Partnerin, Mutter, Tochter, Kollegin, Freundin, Organisatorin des Familienlebens.
Dazu kommt die "unsichtbare Last". All die Dinge, die niemand sieht: Die Arzttermine koordinieren, an Geburtstage denken, den emotionalen Zusammenhalt der Familie sichern.
Und irgendwann ist da nichts mehr übrig. Für niemanden. Vor allem nicht für dich selbst.
Von klein auf lernen viele Frauen, dass "brav sein" und "es allen recht machen" belohnt wird. Nein zu sagen fühlt sich an wie Versagen. Wie Egoismus. Wie Lieblosigkeit.
Aber hier kommt die Wahrheit, die niemand dir gesagt hat:
Grenzen sind keine Mauern. Sie sind Türen.
Sie zeigen anderen, wie du behandelt werden möchtest. Sie schützen das, was dir wertvoll ist. Und sie geben dir die Energie zurück, die du brauchst, um wirklich für andere da zu sein.
1. Erkenne deine Warnsignale: Wann merkst du, dass du über deine Grenzen gehst? Kopfschmerzen? Gereiztheit? Schlafprobleme? Dein Körper spricht. Lerne, ihm zuzuhören.
2. Übe das kleine Nein: Du musst nicht gleich bei den grossen Dingen anfangen. Sage Nein zu dem Extra-Projekt. Zu dem Telefonat, das du gerade nicht führen kannst. Zu dem Gefallen, der dich erschöpft.
3. Formuliere dein Nein liebevoll, aber klar: "Das passt gerade nicht für mich." "Ich brauche heute Abend Zeit für mich." "Ich kann das nicht übernehmen, aber ich wünsche dir, dass du jemanden findest."
4. Halte das Unbehagen aus: Ja, es wird sich anfangs unangenehm anfühlen. Das ist normal. Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Aber mit jeder Grenze, die du setzt, wächst dein Selbstvertrauen.
Wenn du lernst, für dich einzustehen, veränderst du nicht nur dein eigenes Leben. Du zeigst auch den Menschen um dich herum, deinen Kindern, deinen Freundinnen, deinen Kolleginnen, dass Selbstfürsorge kein Luxus ist, sondern eine Notwendigkeit.
Eine Frau, die ihre Grenzen kennt, ist keine schlechtere Mutter, Partnerin oder Freundin. Sie ist eine, die aus der Fülle gibt. Nicht aus der Leere.
2026 darf das Jahr sein, in dem du aufhörst, dich zu entschuldigen, dass du Bedürfnisse hast. In dem du lernst, dass Nein sagen ein Akt der Liebe ist. Zu dir selbst.
Du bist nicht auf dieser Welt, um es allen recht zu machen. Du bist hier, um dein eigenes Leben zu leben. Und das beginnt mit dem Mut, Grenzen zu setzen.
Wenn du Unterstützung dabei brauchst, bin ich für dich da. Gemeinsam finden wir heraus, was du wirklich brauchst und wie du es dir erlauben kannst.
